ausstellungen 2021

KUNST-ADVENT-KALENDER

WIR HALTEN WIEDER DISTANZ, ABER NICHT ZUR KUNST

01.12.2021 bis 24.12.2021

wir präsentieren jeden tag ein neues kunstwerk.
im original zu sehen in unserem schaufenster in der riesengasse 8, altstadt, innsbruck

bei interesse können die arbeiten sowohl telefonisch als auch per mail erworben werden.

24. dezember 2021

MATTA WAGNEST

geboren in der steiermark, studierte sie an der universität für angewandte kunst in wien, wo sie seither auch lebt und arbeitet. „matta wagnest ist eine wortgewaltige künstlerin“ schreibt der kunsthistoriker hubert klocker und vergleicht sie mit den wiener aktionisten.

„noch immer ist der schmerzvolle spannungsbogen zwischen minderwertigkeit und größenwahn, zwischen depression und euphorie, zwischen agression und selbstbezichtigung teil der österreichischen identität.“

23. dezember 2021

MATKO VEKIC

lebt und arbeitet in zagreb. er ist einer der bekanntesten zeitgenössischen künstler von kroatien. vekic verwendet verschiedene alltägliche motive wie autos, brücken, ratten oder insekten um mit ironie die zeitgenössische gesellschaft zu karikieren.

nach seinem studium an der akademie der künste in zagreb hatte er internationale ausstellungen und erhielt zahlreiche auszeichnungen. 2011 wurde er als jüngster professor wieder an die universität geholt. im jahr 2009 vertrat er kroatien auf der biennale die venezia.

22. dezember 2021

THOMAS DEFNER

defner lebt und arbeitet in igls/tirol als fotograf. seine ausbildung erhielt er in der werkstatt für lichtbildkunst, die sein großvater seinerzeit gegründet hatte.er ist der inhaber des defner photo verlages in 3. generation.

als künstler reduziert er seine arbeiten stets aufs wesentliche. auf den ersten blick wirken seine arbeiten wie gemalte bilder, erst beim genauen hinsehen werden die fein ausgearbeitenden landschaftsstrukturen sichtbar.

21. dezember 2021

PATRICK SCHMIERER

geboren in schärding in oberösterreich, lebt und arbeitet der künstler auch dort.

bei all der scheinbar sachlich wissenschaftlichen qualität zeigen sich schmierers bilder häufig frisch und sinnlich. trotz des scheinbaren purismus ist sein abstraktionsbegriff durchaus erweitert zu betrachten und in den zusammenhang des alltags zu bringen. mit seinen polaroid paintings greift er zurück auf das analoge polaroidfoto, dieses nutzt er als rahmen-sujet für seine malerei.

20. dezember 2021

MARTINA TSCHERNI

geboren in hall in tirol, lebt und arbeitet sie derzeit in wien, wo sie auch in der 80ern die hochschule für angewandte kunst bei prof. caramelle absolvierte.

„martina tschernis bilder basieren auf einer naturwissenschaftlich orientierten übersetzung der wirklichkeit. inspirationsquellen ihrer zeichnungen und malereien sind anatomische fachbücher oder die schaukästen des wiener naturhistorischen museums. käfer, gehirnwindungen oder teile des gehörsystems werden um ihrer wirklichkeit willen minutiös dargestellt, sie sind jedoch auch ausgangspunkt für abstrakte transformationen.“ (florian steininger)

19. dezember 2021

BERND PÜRIBAUER

bernd püribauer zeichnet seit 1997 für die falter-kolumne das „tier der woche“ und hat sich im laufe der zeit einen ganzen stall an tieren zugelegt, die dem menschlichen betrachter ein tierisches pendant präsentieren und die beziehung von menschen- und tierwelt auf subtil-ironische weise verbildlichen.

18. dezember 2021

GERHILD DIESNER

diesner war eine österreichische malerin. ihren ersten zeichenunterricht erhielt sie 1930 in genf. von 1935 bis 1937 studierte sie in brighton und setzte ende der 30er jahre ihr studium in wien, an der akademie der bildenden künste, fort. während des krieges war sie als trachtenbild-malerin im tiroler volkskunstmuseum tätig. 

diesner schuf ein von leuchtfarben geprägtes werk. zusammen mit weiler, honeder und scholz, gehört sie zu den wichtigsten künstlerinnen in tirol.

17. dezember 2021

ILSE ABKA PRANDSTETTER

abka wurde früh künstlerisch gefördert. sie erhielt mit 5 jahren ihren ersten schauspielunterricht und spielte als 10jährige die rolle der agnes im der verfilmung „das jahr des herrn“. bald interessierte sie sich aber mehr für die malerei, die sie in den ateliers der bühnenbildner lernte.

1958 begann sie ihr studium an der akademie der bildenden künste wien bei robin christian andersen und herbert böckl. dort lernte sie auch den tiroler maler und zeichner peter prandstetter kennen, den sie bald heiratete. sie unterbrach ihre künstlerische ausbildung bis sie von max weiler eingeladen wurde ihr studium in seiner klasse an der akademie fortzusetzen, das sie 1970 mit dem diplom abschloss.

16. dezember 2021

MARIA VILL

vill wohnt und arbeitet in innsbruck und amsterdam. mit ihren skizzen und acrylbildern setzte sie sich seit 1991 allein mit dem versal A auseinander, das unabhängig als kompositorische grundform, losgelöst von seiner funktion als vorlage dient.

in ihren fotografien spielt sie , wie in ihrer malerei mit der entgrenzung des sichtbaren ins unendliche. sie zeigt transparente objekte die durch die art der darstellung die grenzen der fotografie auflöst und wie malerei scheint.

15. dezember 2021

GIULIANO CAPORALI

nach seinem studio der künste am istituto dell ‚arte, arbeitete caporali beim kultusministerium von arezzo und restaurierte im zuge dessen die fresken von piero della francesca, beato angelo, signorelli oder auch vasari.


er lebt als freischaffender künstler nach wie vor in der toskana. seine arbeiten führen uns in das unsichtbare. schicht um schicht wird die farbe auf dem bildträger aufgebracht, bearbeitet, zum teil wieder abgekratzt, mit materialien versehen, bis er in seiner dimension des ursprünglichen, ohne zeit und platz ankommt – dem unendlichen.

14. dezember 2021

IAN SAND

lebt und arbeitet als restaurator und bildender künstler in innsbruck. von 1975 bis 1984 studierte er in innsbruck und an der academia di belle arti in florenz.

die serie „insulae ist als thematische landschaftsmalerei auf zwei ebenen angelegt. sie dient als transportmittel menschlicher wünsche und begehren (desire), sich den zwängen sozialer und politischer gegebenheiten zu entziehen und ein leben in eintracht zu führen. der bruch entsteht erst auf der zweiten ebene. nämlich dann, wenn einem gewahr wird, dass es ebenso wenig „ewiges eis“ gibt, wie auch das idyll einer insel, auf der gegenwärtige problemstellungen einer manifestierten welt nicht manifestiert werden können.

13. dezember 2021

EVELYN KREINECKER

kreinecker lebt und arbeitet in prambachkirchen (oö) ihre „untersuchung der wirklichkeit“ und der versuch etwas wahrhaftes dabei herauszufinden, beschreibt ihren persönlichen zugang zum malen und zeichnen.

in dieser serie beschäftigt sie sich mit der linie als formales gestaltungsmittel und verbindendes element.

12. dezember 2021

CHRISTOPH RAITMAYR

raitmayr hat nach seiner ausbildung an der kunstuniversität linz an der akademie der bildenden künste bei bruno gironcoli studiert. von seiner ausbildung her ist raitmayr somit bildhauer. als solcher schafft er minimalistische skulpturen, in denen sich das vordergündig angelegte, modellhafte und die damit verbundene verniedlichung letztendlich zu einem weitreichenden geflecht von assoziationen und verweisen verdichtet (…g.dankl)

11. dezember 2021

MATTA WAGNEST

geboren in der steiermark, studierte sie an der universität für angewandte kunst in wien, wo sie seither auch lebt und arbeitet. „matta wagnest ist eine wortgewaltige künstlerin“ schreibt der kunsthistoriker hubert klocker und vergleicht sie mit den wiener aktionisten.

„noch immer ist der schmerzvolle spannungsbogen zwischen minderwertigkeit und größenwahn, zwischen depression und euphorie, zwischen agression und selbstbezichtigung teil der österreichischen identität.“

10. dezember 2021

MARTINA TSCHERNI

geboren in hall in tirol, lebt und arbeitet sie derzeit in wien, wo sie auch in der 80ern die hochschule für angewandte kunst bei prof. caramelle absolvierte.

die arbeit „hafelekar“ entstand bei einer einladung für ein kunst am bau projekt der neuen heimat. sie zeigt unter anderem eine karte der nordkette und das strassennetz von innsbruck. ihre bilder basieren auf einer naturwissenschaftlich orientierten übersetzung der wirklichkeit.

9. dezember 2021

HELMUT SWOBODA

„er hat die grenze zwischen konkretem und abstraktem noch undeutlicher gemacht, indem er bewusst mit der möglichkeitsform operiert. er stellt unser sehen, unsere wahrnehmung auf die probe. ausgehend von der natur diese verwandelnd und doch respektierend, schafft er bilder, die auch ohne das vorbild existieren können. sie sind weder nachbilder noch äquivalente; sie sind schwebend, mehrdeutig, verschiedenen lesearten offen…“ (w. drechsler)

8. dezember 2021

JUDITH P. FISCHER

judith p. fischer studierte bildhauerei bei wander bertoni. in vielen werken verbindet die in linz geborene künstlerin zeichnerische und fotografische elemente mit dem plastischen oder erweitert die zweidimensionalen objekte in den raum.

ihre kunst zeichnet sich durch eine haptische, mitunter sinnliche anmutung und kontrastierte materialien wie z.b. beton, stoff und verschiedene andere materialien.

7. dezember 2021

KARIN PLIEM

lebt und arbeitet in wien. nach ihrem studium in der meisterklasse für bildhauerei bei wander bertoni und in der meisterklasse für malerei bei carl unger und adolf frohner studierte sie weberei und textile skulptur in biarritz/frankreich.

fahlfarbige blüten, zerstiebene farben, wirbelnd ausgestreut und zu formen verdichtet, biete dem schausinn ein fest.

die floralen kosmologien von pliem ziehen den blick hinein in unergruendliche tiefen. das auge durchstreift ein scheinbar endloses, verschlungenes, opulentes terrain aus blüten, gräsern und früchten.

6. dezember 2021

PETER RANEBURGER

peter raneburger ist 1967 in zell am ziller geboren und lebt und arbeitet in matrei in osttirol. er studierte philosophie bis zu seinem doktorat und ist maler, projektkünstler und philosoph.

in seiner kunst befasst er sich mit dem leben selbst. er beobachtet genau und versucht das leben an sich festzuhalten. er entwickelt die themengebiete für seine werke aus dem prozess der alltäglichen ereignisse heraus, die er tagebuchartig aufschreibt. seine kunst präsentiert er schriftlich, malerisch und konzeptuell. er greift reizfordernde bis irritierende bereiche des alltags auf und versucht damit, eingehendere beschäftigungen anzuregen.

5. dezember 2021

KARL ZANGERL

lebt und arbeitet in innsbruck und lermoos. auch schon neben seiner tätigkeit als psychiater beschäftigte er sich mit der malerei. seine vorliebe für brasilien inspirierte ihn zur serie „a serie brasileira“, die wir nächstes jahr in der galerie zeigen werden.

in der arbeit „lockdown“ zeigt zangerl den ausblick aus seinem wohnsitz in innsbruck, der ihn, wie viele von uns, im jahr 2020, öfter als ihm lieb war, beschäftigte.

4. dezember 2021

CLAUDIA FRITZ

studium der architektur in innsbruck und paris, seit 1996 beschäftigte sich fritz intensiv mit der künstlerischen fotografie.

das zusammenwirken von architektur und mensch zeigt sie durch reflektierende scheiben, kleinteilig gerahmte sichtfelder, fenster, mauer- oder gitter-öffnungen. sie ordnet die bilder zu sequenzen, die den betrachter in ein wechselspiel von proportionen eintauchen lassen.

„durch ihr gespür für das schöne im unscheinbaren gelingt es ihr auf erzählerische weise den blickwinkel zu erweitern“ (…m.neuwirth…)

3. dezember 2021

NORBERT PÜMPEL

norbert pümpel ist 1956 in innsbruck geboren und lebt und arbeitet in drosendorf an der thaya in österreich. er begann seine künstlerische laufbahn ende der 1970er jahre im bereich der concept art. eine ausbildung an einer kunstakademie lehnte er ab und studierte stattdessen mathematik, physik und philosophie (ohne studienabschluss).

er erarbeitet bildkonzepte im grenzbereich zu den wissenschaften. momentan beschäftigt er sich im wesentlichen mit den möglichkeiten und grenzen menschlicher erkenntnis und auch der leistungsfähigkeit des bildes in bezug zur realität.

2. dezember 2021

THOMAS REINHOLD

thomas reinhold ist 1953 in wien geboren und lebt und arbeitet auch dort. er hat von 1974 bis 1978 bei herbert tasquill an der akademie in wien studiert und initiierte ende der 1970er Jahre gemeinsam mit bohatsch, anzinger, schmalix und klinkan die „neue wilde“ in österreich.

mitte der 1980er wandte er sich den medienreflexiven aspekten der malerei und fotografie zu, die sein werk auch noch bis heute prägen. reinholds ölmalerei konzentriert sich auf die grundlegenden spezifika der malerei, diese überlagerungen laden zu einer archäologischen sehweise ein, um den bildraum zu erfassen.

1. dezember 2021

MIA FLORENTINE WEISS

geboren 1980 in würzburg, lebt und arbeitet sie derzeit in berlin. als performative konzeptkünstlerin umfasst ihre arbeit installation, skulptur, fotografie, film, performance und textarbeiten.

sie ist eine künstlerin der extreme. „mein job ist es fragen zu stellen“ meinte sie kürzlich in einem interview.

seit 2018 reist die künstlerin für ihr #LOVEEUROPE projekt durch europa und machte auch halt in innsbruck, um vor dem goldenen dachl ihre lovehate skulptur zu zeigen.