ausstellungen 2020

MIA FLORENTINE WEISS – THEY CAN´T KILL OUR LIVES

mia florentine weiss lebt und arbeitet in berlin. die künstlerin agiert im spannungsfeld performativer konzeptkunst unter einbeziehung ihrer statemnets , gedichte und objets trouvés.

what is your place of protection?“ mit dieser frage beginnt 2006 die erste dekade der künstlerischen arbeit von mia florentine weiss. die inhaltliche auseinandersetzung mit individuellen schutzräumen und deren antithese (der motor ihrer kunst) initiiert sie bereits 1999, als sie die performative suche nach antworten aufnimmt.

im laufe der zeit befragt sie menschen auf fünf kontinenten. oft in situationen, in denen sich diese außerhalb gesellschaftlicher akzeptanz oder an prekären, schutzlosen orten befinden, wie obdachlose und menschen auf der flucht. aber auch stammesälteste in afrika und mönche, die sie in klöstern in indien, russland und in europa befragt. den poetischen nukleus ihrer weltweiten performances hat sie in einer multimedialen installation mit 54 videoarbeiten unter dem namen art protector zusammengefasst.

zuerst ist mia florentine weiss der kunst gegenüber skeptisch eingestellt. „am anfang war kunst nicht das, was ich studieren wollte. meine mutter ist selbst künstlerin und designerin und obgleich sie mein vorbild ist, wollte ich meinen eigenen weg gehen.“ bedingt durch den beruf des vaters, lebt die familie in moskau. der umbruch dieses landes fasziniert weiss und sie erweitert ihren aufenthalt durch ein berufs-praktikum, bevor sie ein jahr mit dem rucksack um die welt reist. „ich bin eine nomadin im weltengewand. ich wollte immer autark sein, von niemandem abhängig.“ sie beginnt ein journalismus- mode- und medienkommunikationsstudium, das sie 2004 in hamburg abschließt. dieser (um-)weg ähnelt dem einiger anderer künstlerinnen, deren arbeiten weiss beeinflusst haben, wie valie export, tracey emin und rebecca horn.

17.03.2021 – 14.05.2021