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fluid existence und aesthetic thoughts sind aktuelle Serien in denen ich mich mit Fragen über Wahrnehmung und deren ästhetischen Prozessen beschäftige. Die Ansichten darin zeigen häufig  Kunsträume und Menschen, welche dort in Betrachtung vertieft sind. Bildfragmente aus Kunstbetrachtung, Natur und Alltag überlagern sich und zeichnen einen Ablauf vom sinnlichen Erfassen bis hin zum neu konstruierten Bild einer Realität nach. Ein persönliches Archiv von Beobachtungen liefert dabei das Bildmaterial für die Zusammenstellung von neuen Bild-Wirklichkeiten und will damit das Erfahren, Erinnern und Einbilden, die fließenden Veränderung aller Wirklichkeiten und den Zustand von Gegenwärtigkeit nachvollziehen, aber auch Vorstellungen von Zeit- und Raumverhältnissen hinterfragen.


In Serien der letzten Jahre werden Fragen über Wahrnehmung, Wirklichkeitskonstituierung und deren ästhetische Denkprozesse besonders an der Rezeption von Kunst, in den Medien Malerei, Fotografie und Installation untersucht.
Die Erfahrung von Kunstwerken ist dabei exemplarisch für das Zusammensetzen von Bildern zu Vorstellungen, für das Denken aus- und in Bildern allgemein.
Die visuelle Generierung von Wirklichkeiten durch innere und äußere Bilder will Fragen über das Wahrnehmen aus Erfahren, Erinnern und Einbilden aufwerfen. Und damit über die Relativität und den fließenden Wandel aller Wirklichkeiten.
 
In der Visualisierung eines fiktiven Wahrnehmungsprozesses werden Schichten von Wirklichkeit und Materialität, von Subjekt und Objekt aufgefächert und damit gewohnte Vorstellungen von Realität hinterfragt.
Dieser visualisierte Strom ist nicht linear, sondern ein vielschichtiges, fraktales und dynamisches Installieren von inneren und äußeren Bildern zu einer Welt. Neben der Erfahrung von Kunstwerken bilden auch Phänomene aus Natur und Gesellschaft, wie Schwärme, Gruppierungen, Bewegungen und Strukturähnlichkeiten die Schichtungen dieser Wahrnehmungsexperimente.
Die Aufzeichnung der Spur ist nicht normativ und rationell, sondern paradox und chaotisch. Das Bild des  Werdens ist dabei als ein unvorhersehbarer, ständig veränderlicher Aus- und Einblick auf ein relationales Bild der Welt gestaltet. Es wird dabei untersucht, ob unsere Vorstellung von Wirklichkeit von der jeweiligen Interpretation und Zusammensetzung der unzähligen Bildfragmente geprägt wird und sich jegliche Realität als relational und relativ erweist.
Die Arbeiten experimentieren auch damit, Erfahrungen von Präsenz innerhalb dieses Stroms sichtbar zu machen. Paradoxer Weise wird dabei die Gegenwärtigkeit als Zustand und ontologisches Phänomen eingefangen, der Strom eingefroren und dieses Phänomen der Bewegung angehalten um die endlose Dauer dieser Bewegung von Konstituierung und Auflösung und Konstituierung… gerade durch deren Stillstand nachzuvollziehen. Das Innehalten, um sich zu vergegenwärtigen, dass nichts stabil, permanent oder beständig ist außer einer Präsenz in der Veränderung, die an nichts anhaftet, was materiell oder sinnlich erfahrbar ist.
Damit einhergehend stellen sich die Fragen zu den daraus resultierenden Zeitverhältnissen, Raumverhältnissen, Eigenwahrnehmungen und Interdependenzen mit der Welt und schließlich, das Hinterfragen der Vorstellungen von Wirklichkeit an sich. Die Phänomene von Zusammensetzung und Auflösung der Übergang von einem Moment zum anderen und der Raum dazwischen werden dabei durch ein fließendes Umstrukturieren der Materie visualisiert, um das kontinuierliche Zusammensetzen von Wahrnehmungen und Vorstellungen nachzuvollziehen.





Illusionary archtitecure- thoughts follow images 2017









Illusionary archtitecure- thoughts follow images , 2017, Acryl auf Leinwand, 155x210cm


In illusionary architecture–thoughts follow images, fotografiert eine Frau ein Werk Andy Warhols, auf dem das, von Friedrich Gilly entworfene und nie realisierte Denkmal Friedrich des Großen zu sehen ist. Sie befindet sich in der Struktur ihrer inneren und äußeren Bildwelten, denen sie gerade im Museum Hamburger Bahnhof oder andernorts begegnet ist. Erinnerte und präsente Ebenen der Imagination und Illusion setzen sich fraktal und spiegelnd fort, indem sich sowohl der Prozess des Rezipierens als auch die Konstitution der Wirklichkeiten auffaltet.
Es geschehen mehrfache Faltungen von Sehen, Abbilden, Aufnehmen, Einbilden, der Illusion der Vorstellung und der Konstituierung von Wirklichkeit: im nie realisierten Entwurf Gillys, dem Bild  Andy Warhols und der imaginären Situation der Fotografin, die sich in einer Landschaft mit Erinnerungsfragmenten aus einem Bild Richard Hamiltons befindet, in der von ihr gemachten Fotografie, die wir uns nur vorstellen und letztlich im Betrachten des Bildes das hierzu sehen ist, als Malerei 150 x 210 cm, mit dem Titel - illusionary architecture–thoughts follow images

Die Wahrnehmungsspur führt hier unter anderem durch  das Museum Hamburger Bahnhof, in Berlin, das Museum Brandhorst, München und das  Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien…







aesthetic thoughts 2 2016






aesthetic thoughts 2, 2016, Acryl auf Leinwand, 80x110cm


Die Malerei zeigt einen Blick in einen Museumsraum. Gleichzeitig wird dieser von mehreren Ansichten und Perspektiven anderer Ausstellungsräume überlagert. Räumliche und zeitliche Bezüge werden aufgehoben und führen wiederum zu neuen Konstellationen. Eindrücke und Erinnerungen aus Kunstwerken, von Menschen, aus Natur und Architektur agieren auf gleicher Ebene. Die Fragmente sind aus fotografischen Dokumentationen eigener Kunstrezeption und alltäglicher Eindrücke entnommen, deren Qualitäten die Wirklichkeiten prägen ohne eine hierarchische Bedeutungsordnung vorzugeben. Das persönliche Archiv wird dabei exemplarisch für diese Prozesse verwendet.

Die Wahrnehmungsspur führt hier unter anderem durch das Museumsquartier Sammlung Leopold, das Museum Brandhorst in München…







fleeting matter  2015






fleeting matter, Acryl auf Leinwand, 2015, 150x195cm

Touristen versammeln sich in der Säulenhalle vor dem heutigen Pantheon in Rom auf Grund eines starken Sommerregens. Eine oberflächliche Ähnlichkeit der Formation von stehenden, sitzenden und liegenden Personen in einer antiken Halle, teilweise mit einem Medium der Wissensvermittlung oder Aufzeichnung, wie Buch, Schrift, Handy oder Tablet beschäftigt, nimmt Bezug zu dem Gemälde Schule von Athen, von Raffael. Die großen philosophischen Positionen beschäftigen uns aber bis heute und das zeitlose Interesse an der Frage über Wirklichkeit und Existenz ist ständig aktuell. Gerade der Tourismus ist in gewisser Weise eine nomadische Suche nach der Verortung des eigenen Seins in Mitten von Geschichts-, Kultur- und Naturphänomenen.

Die Wahrnehmungsspur führt hier unter anderem durch den  Pantheon Tempel in Rom, das Gemälde  Schule von Athen, von Raffael





fluid existence 2  2015



fluid existence 2, 2015, Acryl, Lack, Graphit auf Leinwand, 60 cm x150 cm
Erinnerungen einer Situation vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, einem Bauwerk von Mies van der Rohe wurden in dieser Arbeit neu zusammengestellt. Da die Ausstellung von Gerhard Richter unerwartet geschlossen war, und es keine weitere Gelegenheit mehr gab diese Ausstellung zu besuchen, blieb nur das Umkreisen des Gebäudes, für einige Blicke in das Innere. Es konnten dabei vor allem Eindrücke von der Architektur, dem weitläufigen Platz mit den Bäumen am Horizont und den vagen Einsichten in den Raum gesammelt werden. Besonders die direkt, hinter den Fenstern befindliche, endlose Reihe von Farbflächenbildern, welche sich rund ums Gebäude zog, stellten eine Verbindung zum imaginären Inneren der Ausstellung Gerhard Richters, und damit zu einer Welt der persönlichen Erinnerungen und Vorstellungen her. Dabei entstanden die fotografischen Notizen zu der experimentellen Fotoarbeit fluid existence 1 . Einzelne Sequenzen aus fluid existence 1 erscheinen diesmal gemalt und partiell auf der Leinwand verteilt und lösen sich zu farbigen Flecken, grafischen Skizzen von Molekülen oder organischen Formen in Objektfragmente auf. Gerade das Versteckte und Vage der Situation, aus Vorstellungen und assoziativen Erinnerungen entwickelt, zeigt sich in prägnanter Form. So entsprechen die großen Lackflecken in der Malerei einem, in Farbe gelösten Zustand der Eindrücke von Richters geometrischen Arbeiten hinter den Fenstern.

fluid existence 1, experimentelle Fotografie, OCE print auf Alu, 2015, 60 cm x150cm


Die Wahrnehmungsspur führt in den beiden Arbeiten unter anderem durch verschiedene Orte in und um die Neue Nationalgalerie in Berlin..



aesthetic thoughts 4,5,6  2017






aesthetic thoughts 4,5,6, 2017, Acryl auf Leinwand, a 28 cm x 34 cm

Die Malerei zeigt Blicke auf eine Installation von Gerrit Rietveld . Gleichzeitig werden diese von erinnerten Sequenzen überlagert. Vorstellungen und Prägungen ziehen eine Spur der Bewegung durch das gegenwärtige Erleben und färben die Wahrnehmung individuell.  Räumliche und zeitliche Bezüge werden aufgehoben und führen wiederum zu neuen Konstellationen. Eindrücke und Erinnerungen aus Kunstwerken, von Menschen, aus Natur und Architektur agieren auf gleicher Ebene. Die Fragmente sind aus fotografischen Dokumentationen eigener Kunstrezeption und alltäglicher Eindrücke entnommen, deren Qualitäten die Wirklichkeiten prägen ohne eine hierarchische Bedeutungsordnung vorzugeben. Das persönliche Archiv wird dabei exemplarisch für diese Prozesse verwendet.
Die Wahrnehmungsspur führt in den Arbeiten unter anderem durch das Museum Stedelijk in Amsterdam, das Museumuartier Sammlung Leopold und das Naturhistorische Museum, Wien











in turn- falling into pieces   2015




in turn- falling into pieces, 2015, Acryl auf Leinwand, 150cmx195cm
Das Fotomaterial, als Grundlage  meiner Arbeiten wird immer von mir  fotografiert und wie Skizzen der erlebten Eindrücke meist fragmentarisch weiter verarbeitet . Für die Malerei in turn- falling into pieces habe ich erstmals eine Fotoarbeit, von Luigi Ghirri, dessen Werke ich gerade kurz zuvor in Rom im Museum MAXX bewundert habe, aus einer Architekturzeitschrift fotografiert. Die Arbeit wurde laut Subtext in der Austellung la Carte d`apres Nature 2011, kuratiert von Thomas Demand in Musee National de Monaco gezeigt.
Meine Interpretation dieser fotografischen Skizze einer Fotografie nimmt der vage und verschwommene Eindruck dieser zweifachen Dokumentation auf. Gerade 12cm breit, auf dem gewölbten Bug der Seite, lässt die kleine Abbildung dennoch das atmosphärische der Situation erkennen, das Licht, vielleicht den Wind und die Ahnung des Zeitflusses der sensiblen Arbeit Ghirris.
Die malerische Auflösung in Dna- artige grafische Kürzel, gleich einer Computersimulation oder eines eingefrorenen Momentes, mikrokosmischer Bewegungen von scheinbar fester Materie, will die Spur von Wahrnehmungskonstituierungen, ( was zum Beispiel die Wirklichkeit eines Baumes sei), noch erweitern und das Zusammensetzen von inneren und äußeren Bildwelten zu Wirklichkeiten aufzeigen.

Die Wahrnehmungsspur führt hier unter anderem über die Schaltung eines Ausstellungshinweises in einer Architekturzeitschrift und die Fotoarbeit Luigi Ghirris…




between seconds 2 2015






between seconds 2, 2015 Acryl auf Leinwand, 110 cm x 130 cm

Eine Menschengruppe in Bewegung gleich einem Schwarm, in Auflösung und Umstrukturierung wie die Landschaft selbst, wie die Vegetation und der Himmel am Horizont. Die Menschengruppe, eine Impression vom Platz vor dem Rathaus in Prag, Touristen auf der Suche nach Gewissheit über das Sein und Werden. Der Baum am Horizont vom Platz um die Neuen Nationalgalerie in Berlin korrespondiert mit dem im linken Teil des Bildes weiter vorne, gerade nicht mehr im festen Zustand zu erfassen.
Die Landschaften in welche die Wahrnehmungsspuren häufig eingebettet sind, haben die Atmosphäre endloser Weiten, analog der inneren Landschaft von Vorstellungsmöglichkeiten.

Die Wahrnehmungsspur führt hier unter anderem über den Altstädter Ring,  Rathausplatz in Prag und den Platz vor der Neuen Galerie in Berlin…





In den Arbeiten floating, free aesthetic perception, gap inside now und landscape geht es wie in der vorher beschriebenen Arbeit between seconds um das Spannungsfeld zwischen der kontemplativen Präsenz im Moment und dem ständigen Fließen von Außenwelt und Innenwelt, Materie, Gedanken, Handlungen und Ereignissen, die wir ständig neu interpretieren, beeinflusst von dem was wir in unserem Denken gespeichert haben.
Die Arbeit fluid realities ist vierteilig und greift zusätzlich unterschiedliche Atmosphären auf, die Schwärme der Insekten, stellvertretend für diesen ständigen Fluss, für Komprimierung und Auflösung, das opake Grün, als eine Leere, ein Wasser, ein Raum des Eintauchens, die gemalte Menschenmenge im Stadtzentrum von Innsbruck, konkret und doch schon wieder in Auflösung und Umstrukturierung in farbige Elemente im rechten Bild.
Normalerweise sind meine Arbeiten eine Erforschung unserer Wahrnehmung gedacht und versuchen Möglichkeiten auszuloten wie man über bewusstes Erkennen der Wirklichkeitserzeugung zu freiem Denken und Toleranz gelangen könnte.
In der Arbeit gap -who takes care, die ebenfalls mit dem Augenblick und der gleichzeitigen Auflösung in den nächsten Moment spielt, zeige ich auch die Gleichzeitigkeit von Aufbau und Abbau in wirtschaftlichen und sozialen Belangen. Das Nebeneinander von Wohlstand und Armut und die unterschiedlichen Wahrnehmungsräume in denen wir leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

vergriffen
2017, 150 x 210cm, 2009, 100 x 100 cm, zeichnung und malerei auf digitaler grafik, bleistift und acrylfarbe uaf tintenstahldruck 2019, 45 x 60cm, acrly auf leinwand 2019, 40 x 50 cm, tintenstahl auf papier 2019, 110 x 110 cm, acrylmalerei,  tintenstahldruck auf papier gerahmt 2019, 30 x 23 cm, fotografie, grafik, tintenstahldruck auf papier 2019, 110 x 80 cm, acryl auf leinwand 2019, 40 x 50 cm, tintenstahldruck auf papier 2018, fotografie, karton , sockel, stoffband 2019, 100 x 150 cm, acryl auf leinwand 2018, 21 x 29 cm, tintenstahldruck , zeichnung, löschpapier, tinte 2019, 30 x 23 cm, tintenstahldruck auf papier 2019, 30 x 23 cm, tintenstahldruck auf papier 2018, bücher, monitor, videoloop 2018, 21 x 29 cm 2019, 100 x 150 cm, acryl auf leinwand 2018, 210 x 155 cm, acryl auf leinwand 2019, 160 x 100 cm, acryl auf leinwand 2019, 30 - 23 cm, tintenstahldruck auf papier 2019, 27 - 19 cm, oce print auf aluminium dipond 2019, 30 x 23cm , fotografie, grafik, tintenstahldruck auf papier
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