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öffnungszeiten
di-fr 11-18, sa 10-13
und nach vereinbarung
eintritt frei!

                                              07.08.2018   vernissage

                                                          19 uhr


                                              21.09.2018   finissage

                                                          11 uhr

 

WONKUN JUN * 1970 in seoul, süd-korea

 

der junge koreanische künstler wonkun jun, der 2004 als meisterschüler von helmut federle seinen abschluß an der düsseldorfer kunstakademie gemacht hat, beschreibt seine bilder als empfindungen, als spiegel seiner gefühle. seine teilweise monochromen farbraummalereien tragen eine sehr persönliche handschrift. er versucht nicht den pinselstrich zu verstecken, sondern entwickelt aus der pinselführung sein malprinzip. durch den vielschichtigen auftrag dünner acrylfarben auf weiß-grundierten leinwänden entwickelt er einen farbraum, der eine eigentümliche faszination auf den betrachter ausstrahlt. die oberfläche, die durch die oft grobe struktur der leinwand und kleinste farbpartikel lebendigkeit verliehen bekommt, erhält durch die führung des pinsels eine raster- oder linienstruktur, die den bildern ihren individuellen rhythmus verleiht. jun nennt dies die darstellung der gefühlsmäßigung. als malweise nutzt er eine auswaschtechnik, die aus einem einzelnen strich des pinsels einen farbfluss erzeugt. die letztendlich sichtbaren farben entstehen in einem langandauernden prozess der reduktion. beginnend mit schwarztönen wird das bild nach und nach aufgehellt, bis sich zuletzt neue grundfarben entwickeln, die häufig bis ins weiß überführt werden. die farben selbst wirken wie zarte schleier auf der leinwand. als betrachter meint man förmlich, den malprozess nachvollziehen zu können und hinter den oberflächen­strukturen die unterschiedlichsten farbaufträge erahnen zu können. bilder von poetischer schönheit und sinnlicher tiefe sind das produkt dieses entstehungsprozesses. für wonkun jun spiegelt sich in ihnen eine unendlich fortgesetzte gefühlsveränderung wider, ein prozess der mäßigung, der zu einer schönheit führt, die von der zusammensetzung der farben und deren wiederholungen bestimmt wird. 

(dr.judith dahmen-beumers)

 

RONALD KODRITSCH * 1970 in leoben, österreich

 

„am besten ist, man überrascht sich mit einer neuen arbeit selbst“, hat ronald kodritsch, einmal erzählt, und dieser satz kann als leitmotiv seines künstlerischen schaffens gelten. der künstler ist immer auf der suche, er möchte nicht ständig das gleiche machen, sondern neues ausprobieren, durchaus auch mit gängigen sehgewohnheiten brechen, stile und techniken hinterfragen und neue zusammenhänge herstellen. er ist getrieben von neugierde und ungeduld, von der lust am malen und am künstlerischen experiment jenseits der konventionen. dabei ist kodritsch ein beobachter und sammler von alltäglichem, banalem, manchmal auch skurrilen, das er aufgreift und in ganz persönliche bildgeschichten transformiert. er kennt die kunstgeschichte und ihre traditionen und lotet gekonnt die möglichkeiten der malerei in der heutigen zeit aus, indem er bewusst die grenzen zwischen der sogenannten hochkultur und der populärkultur verschwimmen lässt. der künstler erschafft bildwelten, die heiter und mit einem augenzwickern gemalt sind, manchmal aber auch melancholisch und böse erscheinen. alles ist für kodritsch bildwürdig, alles ist für ihn und seine kunst interessant. oft mischen sich popkulturelle zitate mit kitsch und kunstgeschichtlichen referenzen. ein charakteristisches merkmal von malerei ist es, störelemente wie schrift oder sonderbare figurationen in ein ursprünglich abstraktes bild einzubauen. in ronald kodritschs bildern gibt es oft eine vermischung von formen und zeichen, die sowohl abstrakt als auch gegenständlich, banal oder auch inhaltsreich interpretiert werden können. dabei gibt es ein figuren- und motivrepertoire, auf das der künstler immer wieder zurückgreift, hier etwa das skelett, die büste, die sonderbaren geisterhaften körper und gestalten. banales wir bedeutsam gemacht, bekanntes verfremdet, liebliches oder idyllisches gebrochen. manche bildelemente erinnern an die comic- und jugendkultur, etwa an graffiti. das werk ist dabei immer wieder auch autobiografisch, persönlich erlebtes findet ebenso eingang wie bitterböse stellungnahmen zu unserer gesellschaft. vieles ist ironisch zu verstehen und hat auch einen feinen humor, doch kodritschs kunst auf witz und ironie zu reduzieren wäre ein großer fehler. er sei kein witzezeichner, sagte der künstler einmal, „seltsam, eigenartig vielleicht auch verschroben würde eher das treffen“, was er mache. vor allem aber ist kodritsch auch ein überzeugter maler. ein maler auch mit großem können und wissen um dieses medium und seiner möglichkeiten. er malt intuitiv und spontan, pflegt einen bewusst unakademischen zugang und hat keine scheu, auch kindisch und naiv zu wirken.

(ausschnitte aus dem text von günther oberhollenzer „der satz ist im bild“)

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