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04.08.2015vernissage und sommerfest
19 uhrmusik von 2seedsleft
18.09.2015finissage
19 uhrkonzert trio lepschi

 

ein element, das 2010 erstmals künstlich erzeugt wurde. eine lange prozedur. 250 tage bestrahlung, 90 tage lang gereinigt, 150 tage mit atomen beschossen. diese führte zu den ersten sechs atomen des elements. nur 14 millisekunden benötigen diese isotope zu zerfallen.

kann man kunst als ein element unseres lebens bezeichnen?
ich bezeichne es als solches, mehr noch, als ein lebenswichtiges element. in seinem aufbau und der fragilität nicht unähnlich dem ununseptium. stecken doch künstler ihre idee, ihre fähigkeit, ihre besessenheit, ihre kraft in die entwicklung ihrer kunstwerke, die ebenso in kürzester zeit durch äußere einflüsse zerstört werden können. und stimmt eine komponente nicht, war alles umsonst.

im kunstmarkt zu bestehen hängt von vielen faktoren ab. zum richtigen zeitpunkt am richtigen ort zu sein. trends und geschmack zu treffen. richtige verbindungen zu haben ... vielleicht doch dem ununseptium nicht ganz unähnlich.

17 neue elemente im artdepot. und es wird sich herausstellen wie lange diese elemente bestehen können.

bei dieser ausstellung gilt es auch herauszufinden, ob und wie ausstellungen mit verschiedenen künstlern funktionieren. kann man malerei, zeichnungen, installation, skulptur, fotografie auf einen nenner bringen? oder muss man jede position als einzelnes betrachten? können wir diese ausstellung als themenausstellung bezeichnen? viele fragen werden offengelegt.


nicoleta auersperg
für die ausstellung 'ununseptium' konzipierte die künstlerin collagen die sich auf spielerische weise dem wissenschaftlichen thema annähern. auf assoziationen beruhend, streifen die arbeiten themen wie die (un)endliche suche nach dem ursprung der erde, die unvorhersehbarkeit der auswirkungen des wissenschaftlichen fortschritts sowie die machtlosigkeit des einzelnen menschen dabei. die bilder entnahm die künstlerin aus dem worl wide web, einem ort der vermeintlichen wissensaneignung und der bilderansammlung und kombinierte diese mit geometrischen grundformen, die als platzhalter für weitere assoziationen stehen oder im konkreten zusammenhand zu den abbildungen.

fritz berger
es ist vor allem das gebiet der grafik. wie hier die feder- und tuschpinselzeichnung, wo berger es versteht, seinen arbeiten einen möglichst großen und intensiven ausdruck zu verleihen. im gegeneinandersetzen der weißen und schwarzen flächen, aber auch in den fein empfundenen und sensiblen linien treten uns werke eines künstlers entgegen, der es in gleichem maße versteht, hinter die dinge des alltags zu blicken und so das antlitz einer zeit sichtbar werden zu lassen. berger strebt nicht danach große plastizität zu erreichen, sondern vor allem das lineare und die fläche sprechen zu lassen.

alfonzo ConZeta
der unter dem pseudonym arbeitende urban-art künstler alfonzo ConZeta arbeitet interior und exterior im urbanen raum und blickt in seiner serie 'hidden luxury' unter die oberflächen der gebäude unserer lebensräume. durch sein abziehen von wandecken zeigt sich versteckter luxus. alfonzo legt in seinen arbeiten scheinbar verborgenes, unsichtbar zirkulierendes kapital frei und bringt es an die oberfläche. 'hidden luxury' kommt zum vorschein und wird (als installation) teil des raums. hidden luxury ist aus einem guss und verschmilzt mit der oberfläche. alfonzo ConZeta arbeitet von innsbruck aus in konzentrischen kreisen und die reise geht weiter ...

katja duftner
die objekte/kugeln von katja duftner symbolisieren mit jeweils einer hälfte die russisch-amerikanische zusammenarbeit als politisch-physikalische momentaufnahme mit feinsten verbindungen, präzisem denken und mitunter chaotischen strukturen. es ist die momentaufnahme aus einem prozess, der mit der neuauflage des "kalten krieges" so in naher zukunft nicht wieder stattfinden wird.

fedor fischer
durch die massenproduktion heutzutage scheint es, als ob qualität und innovationsgrade sinken würde. das ist auch, das ist auch, was die protagonisten auf fedors arbeiten in ihrem beruflichen umfeld (der pop musik) sehen. sie blicken uns stumpfsinnig an, hoffnungslos und doch erwartungsvoll, nachdenkend und doch leer. die drohende nichtigkeit hinter ihnen ist lediglich ein echo der leere in die sie starren, die leere dieser welt ...

alfred graf
der körper presst sich in die kiesel des strandes. die mulde wird mit erde des ufers ausgestreut (schatten). wenn dieses "bild" dem spiel der flut überlassen wird, verschwindet es bald wieder. wenn die mulde mit heißem wachs ausgegossen wird, entsteht ein torso, ein artefakt des geschehens an diesem ort. die alten israeliten haben an besonderen orten steine aufgestellt, diese beschriftet und mit öl übergossen, um die erinnerung zu bewahren. alfred graf verarbeitet das material des ortes zu objekten, zu erinnerungsspeichern. er streift oft durch die gegend und achtet darauf, ob sich etwas in seinem körper regt. an manchen orten treten resonanzen auf, an anderen passiert gar nichts. gleichklang kann entstehen, anderswo wird er freudig erregt oder empfindet furchtsamkeit, verspürt öffnende wirkungen oder bemerkt aufsteigende erinnerungen. an diesen orten entstehen ideen, die unmittelbar mit dem ort verbunden sind. im material des ortes (sand, stein, erde) nimmt er dann oft strukturen wahr, die seinem inneren entsprechen. das innen wird nach außen projiziert und dort bearbeitet. der ort wird zu einem heilenden/"heiligen" raum. wie von schamanen oder alchemisten wird das material stellvertretend verwendet. es wird zu etwas anderem, es wird transzendiert. ort und handlung bilden ein (lebendiges) mandala, ein "bild" im außen das im inneren wirkt.

philipp haselwanter
"um mir und dem leser allzu blumige und philosophische tiefschürfende ausführungen bezüglich meiner kunstwerke zu ersparen, erlaube ich mir meine ansichten über meine kunst auf das banalst mögliche minimum herunterzubrechen.
kunst ist immer (auch) information. meine bildserien sind bildgeschichten deren inhalt nie zur gänze zu entschlüsseln ist, weder für sie noch für mich. das hat weniger mit mystischer geheimnistuerei oder sonstigen verklausulierungsversuchen zu tun, als vielmehr mit der tatsache, dass ich in meinen bildfolgen versuche unterschiedliche bilder zu einer erzählerischen abfolge zu kombinieren, die immer nur teile einer größeren geschichte sein könnten. der handlungsbogen ist meist sehr kurz und oft auch nur eine momentbeschreibung." (philipp haselwanter)

 

heidi holleis
im mittelpunkt des künstlerischen schaffens von heidi holleis steht der mensch im kontext sozialer und biologischer strukturen. die künstlerin recherchiert in allen sich bietenden medien um sich einem thema zu nähern. dabei entsteht ein gedankengerüst, eine brücke, welche auf den säulen der philosophie gestützt ist. seit 2011 ersetzt heidi holleis in ihrer malerei das farbpigment durch den werkstoff asche, der essenz aus feuer und holz. kontemplation, reduktion, neubeginn und zerstörung sind ausdruck dieses materials. holleis bietet in ihren bildern dem betrachter eine projektionsfläche der eignen gedanken im kreislauf und auflösung.

JUFI
ivana juric (animatorin) und fedor fischer (maler) sind zwei junge und ausgezeichnete akademische künstler aus kroatien. obwohl beide künstler vollkommen verschiedene empfindsamkeiten haben, malen sie zur selben zeit und fertigen jedes einzelne gemälde ausschließlich in zusaamenarbeit an. die arbeiten des künstlerduos JUFI stellen eine einzigartige visuelle erfahrung dar: der überfluss an tier- und pflanzenmotiven in der großen symphonie der natur, die alles andere als erbärmlich ist, unterstützt klar die these, dass der mensch nur ein kleines glied in der kette der lebewesen ist, dem pflanzen- und tierreich untergeordnet. die gründlich in einer vielzahl von plänen angeordnete sättigung und komplexität der motive, farben, gesten und zusammenstellung jedes gemäldes versucht nicht chaos hervorzubringen, sondern suggeriert eine umfassende und synchrone bildung eines gemäldes gleich einer evolutionären serie, die von einfachen zu komplexeren organismen reicht. jedem gemälde ist eine strikte ordnung zuteil, die sich wie eine ihm innewohnende übergeordnete struktur und ein gesetz anfühlt, unabhängig von der starken dynamik jeder einzelnen komposition. der wert der werke findet sich auch in der hohen wiedererkennung eines stils, der von einer kombination aus realistischem gemälde und eindimensionaler verbildlichung dominiert wird.

wonkun jun
"wonkun jun's malerei, die sich in den letzten jahren nach und nach aus einer monochromen farbraummalerei entwickelt hat, trägt eine sehr persönliche handschrift. durch den vielschichtigen auftrag dünner acrylfarben erarbeitet wonkun jun einen farbraum, der die faszination seiner arbeiten ausmacht. allen bildern ist gemeinsam, dass die farbe wie ein zarter schleier auf der leinwand liegt. tritt man als betrachter nah an die bilder heran, erkennt man die komplexität und vielschichtigkeit des farbauftrags. jeder punkt der leinwand besitzt eigentlich eine andere farbe oder erhält durch die vielfalt der farbaufträge eine ganz eigene beschaffenheit, ständig beeinflussen farben im hintergrund das erscheinungsbild einzelner bildflächen. unterstützt wird der eindruck durch den blick auf die ränder seiner leinwände. hier zeigt sich sehr deutlich, welche vielfalt von farben wonkun jun beim entstehungsprozess seiner arbeiten nutzt. mit aller kraft stoßen hier die farben nach außen und bilden oft einen harten kontrast zu den ruhigen, manchmal fast meditativen oberflächen seiner arbeiten." (andreas beumers)

ivana juric (gemeinschaftsarbeit mit fedor fischer)
in unserer identität als individuen, darin sich selbst zu verstehen und andere zu erkennen, stimmen wir oft nicht überein, wenn man die verschiedenen ausgangspunkte bedenkt. in ihrem projekt "the room" spielen ivana und fedor mit diesen unterschiedlichen ausgangspunkten um dieselbe motivgruppe zu zeigen. während ivana mittels animation die puppe bis zum grad der "vulgarität" entkleidet, zeichnet fedor durch das zweidimensionale bild eine entspanntere seite der gleichen person und verleiht ihr somit eine neue identität.

roland maurmair
roland maurmair präsentiert unter dem titel "happiness is made for you" 3 spraydosen, die er mit verschiedenen sounds "wiederbefüllt" hat. ebenso zeigt er eine werkgruppe mit vier neuen arbeiten zum thema rost, die er eigens für die ausstellung "ununseptium" produzierte. die arbeit 'die information ist ein scheissdreck' und der rostabdruck 'idiot 15' beziehen sich auf den text "idiot" 1966 von konrad bayer (wiener gruppe).

elisabeth moser
"heiß und kalt. moderne bauernmalerei oder mr. spock in las vegas.
denkt man an hinterglasmalerei so kommen einem gleich die vielen heiligen- und votivbilder, die es da gibt, in den sinn. meist strahlt etwas rührend naives von ihnen aus. am liebsten glühen sie in einem schattigen winkel. gemalt wird umgekehrt wie sonst, von vorne nach hinten. ganz nahe heran drückt sich die farbe an den glaskörper und als ob man sein gesicht an eine scheibe drücke, kann das bisweilen fast etwas komisches an sich haben. das malen erfordert gelenkigkeit und wirkt doch etwas ungelenk. satte tiefe statt sfumato. whistler hätte vermutlich wenig freude daran gehabt. ich träume aber auch von allen möglichen flipper- und spielautomaten. es scheppert und blinkt. hie und da ein ass, aber immer ein herz! die kugel rollt, die räder drehen sich. das spiel geht weiter. mesdames und messieurs setzen sie ihren einsatz!" (michael ziegler)

alina parigger + bernhard riener
eine momentaufnahme im spiel zwischen ordnung und chaos, die transformation dieser gegenüberliegenden zustände und dessen spannungsverhältnis, die entstehung von etwas neuem. in ihrer ersten gemeinsamen künstlerischen arbeit entwickelten alina parigger und bernhard riener eine konzeptionell fotografische position zu ununseptium. eine explosion.

karin pliem
karin pliem zeigt uns eine natur, die es von natur aus nicht gibt: auf ihren leinwänden treffen verschiedenartige lebewesen aus unterschiedlichen ökosystemen und weltregionen zusammen, auf- und verblühende gewächse aus tropenwäldern und alpentälern mit transgenen pflanzen, mit meeres- und süßwassertieren oder auch mit im malprozess neu geschaffenen blüten-hybriden. alles floriert, fließt, morpht und expandiert in karin pliems kunst-biotopen, entfaltet sich zu intensiven farb- und formenreichtum, konkurriert und kommuniziert gegen- und miteinander simultan auf mehrerem raumschichten. daraus entstehen riesige bilder die den betrachter auf unerwartete weise berühren.

luis steinkellner
menschen, landschaften, selbst unscheinbare objekte umgibt im moment der betrachtung atmosphäre. ihre darstellung bildet für luis steinkellner die seele der fotografie. dabei ist die natur für ihn die wichtigste inspirationsquelle. hier findet sich gespeichert in formen und farben ein ganzes universum an ideen.
im fotografischen zyklus "mirographs" dekodiert Luis Steinkellner diese Inhalte und macht sie sichtbar. dabei werden vom künstler am computer algorithmen programmiert und zu automatisierten gestaltungsskripten zusammengefasst. eine abfolge von spiegelungen, überlagerungen, kontrast- und farbparameter etc. werden beliebig kombiniert, schon vor der aufnahme einem sujet zugeordnet und geben dadurch dem gestalterischen zufall bewusst raum. wendet er diese skripte nun an, entstehen bilder, die den vorgaben des künstlers zwar folgen, aber dennoch eine eigene, unvorhersehbare dynamik entwickeln. dabei ist eines allen bildern gemein: die dimension der absoluten symmetrie. objekte aus der natur wandeln sich derart zu gestalteten kunstwerken. es bilden sich eine achse, ein zentrum, ein schwerpunkt. es entsteht balance, rhythmus, poesie.

 

>> flyer 'ununseptium'

 

 

vergriffen
VIELEN DANK FÜR
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schreiben sie uns ein e-mail an office@artdepot.co.at oder
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